Linseneintopf/Linsensuppe

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Diesen Linseneintopf gibt es bei uns im Herbst und Winter bestimmt fast jede Woche. =D Er ist einfach so lecker und wärmend, geht schnell und man braucht nicht viel für. Ich esse ihn allerdings auch gerne kalt zwischendrin. =D Die Linsen und ich standen jedoch eine ganz Weile lang auf Kriegsfuß. =)

Jedoch gilt auch hier: Man kann jedes Lebensmittel verhunzen! =D Und ich glaube ich hatte als Kind viele Linsen und Linsensuppen, die mir den Geschmack an diesem tollen Lebensmittel vermiest haben! =D

Hier mal kurz ein paar Fakten zu Linsen, die können nämlich ganz schön viel und sollten vor allem bei einer vorwiegend pfanzlichen Ernährungsweise fest auf dem Plan stehen. ;-):

  • lange haltbar, sehr sättigend und preiswert (Sie galten lange als “Arme-Leute-Essen”)

  • Linsen verfügen über einen hohen Eiweiss- und Balaststoffanteil (daher halten sie lange satt und sind sehr gut für die Verdauung)

  • Sie enthalten viele komplexe Kohlenhydrate

  • Aufgrund des hohen Ballaststoffgehalts haben Linsen einen niedrigen glykämischen Index (Blutzucker steigt nicht so schnell an)

  • Sie sind reich an sekundären Pflanzenstoffen

  • Linsen enthalten eine hohe Mengen an Kalium, Magnesium, Eisen und Zink. Sie weisen eine signifikante Menge an B-Vitaminen auf, die unter anderem wichtig für das Nervensystem sind

  • Aufgrund ihres hohen Folsäure-Anteil gelten Linsen als ideales Schwangerschafts-Lebensmittel

Ihr seht also, diese kleinen Dinger sind ziemlich nice und sollten in jedem Haushalt regelmäßig auf den Tisch kommen. ;-)

Jetzt aber zu meiner Linsensuppe bzw. Linseneintopf. Das schöne an diesem Gericht ist, ihr könnt es so abwandeln, wie es euch gefällt. Ihr könnt z.B. die Kartoffeln weg lassen und nur Karotten nehmen oder noch Aubergine mit dazu geben oder das ganze am Schluss pürieren, wenn ihr nicht so auf Eintopf steht und lieber eine Suppe möchtet. ;-)

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Mein Rezept ist ziemlich klassisch und kommt ohne viel Schi-Schi aus, so mag ich es am liebsten. =P

Zutaten für ca. 4 Portionen:

250g-300g rote Linsen

4 mittelgroße Möhren

8 kleine Kartoffeln

1 große rote Zwieben

1 Knoblauchzehe

1 Stange Lauch oder ein Bündel Frühlingszwiebeln

2-3 EL Tomatenmark

Kurkuma, süßes Paprikapulver

Balsamicoessig oder Balsamicocrema

zum Servieren: Joghurt/Schmand/Sojajoghurt und Parmesan

Zubereitung

  1. Gemüse und Linsen gut waschen. Zwiebeln und Kofi klein schneiden, Lauch in feine Ringe schneiden. In etwas Ghee/Olivenöl/Kokosöl kurz anbraten (glasig dünsten). Tomatenmark unterrühren.

  2. Karotten und Kartoffeln in gleich große, mundgerechte Würfel schneiden (ob ihr die Schale an Kartoffel und Karotte dran lassen wollt, könnt ihr selbst entscheiden. Ich nehme gerne Drillings-Kartoffeln die sind schön zart und die Haut ist so dünn, dass man sie nicht Schälen muss.

  3. Linsen hinzugeben und mit ca. 1,8-2 Liter kochendem Wasser aufgießen. Es kann sein, dass ihr später noch etwas mehr braucht.

  4. 1 TL Kurkuma, 2 TL süßes Paprikapulver und 2 TL Salz hinzugeben. Alles auf mittlerer Hitze, ca. 15-20 Min köcheln lassen. IMMER WIEDER UMRÜHREN! Linsen brennen gerne mal an. Wenn ihr das Gefühl habt, das Wasser ist schon verdampft oder aufgenommen worden, gebt einfach immer wieder einen Schuss dazu. Hier könnt ihr selbst entscheiden, wie dick oder flüssig euer Eintopf zum Schluss werden soll. Keine Angst, ihr könnt auch zum Schluss oder beim nächsten erwärmen immer wieder Flüssigkeit hinzugeben. ;-)

  5. Wenn die Kartoffeln und Karotten durch sind, sowie die Linsen schön sämig, mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken. (Auch hier mögen die einen Lieber Linsen mit etwas Biss, die anderen schön weiche im Eintopf. Ich mag die Linsen hier weicher, da der Eintopf so dicker wird. =)) Ihr könnt hier auch noch frische Kräuter wie Petersilie dazu geben. Wenn ihr alles pürieren möchtet, könnt ihr das jetzt machen. Wahrscheinlich braucht ihr dann noch mehr Flüssigkeit.

  6. Servieren: Wir persönlich essen zum Eintopf am liebsten einen Klecks Jogurt etc. und etwas frisch geriebenen Parmesan on top. Die frische des Joghurts, passt perfekt zu Linsengerichten. Ich persönlich mag es auch sehr gerne noch am Schluss ein bisschen Balsamicocrema oben drauf zu geben und ein paar Tropfen gutes Olivenöl oder Leinöl. =)

Tipp: Es gibt braune, grüne, rote, gelbe und auch schwarze Linsen. Manche werden mit der Schale angeboten und andere sind geschält. Beide Varianten haben ihre Vorteile. Die ungeschälten Linsen sind nährstoffreicher und geschmacksintensiver, da sich in der Schale die meisten Nährstoffe und Aromen befinden.

Linsen sollten vor dem Kochen gut gewaschen werden. Die ungeschälten Varianten solltet ihr über Nacht einweichen und am nächsten Tag in frischem Wasser gekocht werden.

Hier nochmal kurz wie wir das so machen in einem Video:)

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