Wieso wir Wochenmärkte lieben und unterstützen?
Wochenmärkte gibt es eigentlich fast überall. Und das schöne dabei ist, in einigen Städten wie zum Beispiel in München, gibt es auch kleine, charmante Märkte, die jeden Tag geöffnet haben. Aber wieso gehen wir so gerne am Wochenmarkt oder Markt einkaufen? Welche Vorteile bringt das für uns und vielleicht auch andere mit sich?
Hier unsere persönlichen Benefits, bei einem Einkaufen am Markt:
1. Feeling und Stressabbau
Erstmal Korb/Rucksack oder Taschen schnappen, Einkaufszettel einstecken und ab zum Markt. Dort angekommen wuselt es meistens ziemlich lustig umher.
Hier kennt man sich oftmals noch beim Namen. Der Marktstandbesitzer berät uns gerne, welche Kartoffel denn jetzt am besten für die Suppe ist und die Kids neben dran, bekommen eine Aprikose von ihm geschenkt. Dieses Einkaufserlebnis verursacht ein wohliges Gefühl, ja wir würden sagen ein „Heimatgefühl“. Und es macht einfach Spaß, sich mit anderen Marktbesuchern und Verkäufern direkt auszutauschen. Die frische Luft, der Duft, die Farben, die Menschen...all das formt sich zu einem unbeschreiblich schönen Gefühl.
Sich bewusst Zeit für diese Dinge zunehmen, trägt bei uns auch zur Stressreduktion bei. Hetze beim Einpacken, schlecht gelaunte Kassierer, stickige Luft... gibt es hier nicht. Auch wenn der ein oder andere Standbesitzer mal etwas direkt und etwas eigen ist, bleibt er dabei authentisch und freundlich, auf seine persönliche Art und Weise.
2. Regionalität, Saisonalität und Frische
Hier findet man vorwiegend saisonale und sehr viele regionale Produkte:
Honig, Brot, Gemüse, Obst, Saft, Käse, Kuchen ... die Liste kann man je nach Markt ins Unendliche erweitern.
Bei vielen Gemüse- oder Fruchtsorten haben viele Menschen vergessen, wann sie überhaupt Saison haben. Am Markt jedoch, lernt man ganz schnell, was es zu welcher Jahreszeit bei uns gibt. Gerade für Kinder ist das natürlich eine lehrreiche, interessante und spaßige Lernstunde. Und auch wir lernen fast jedes Mal eine neue Gemüse- oder Obstsorte kennen! Blauer Schwede, Topinambur, Haferwurzel? Kennen wahrscheinlich die Wenigsten.;) Das ändert sich hier ganz schnell von Besuch zu Besuch und im Topf landen wieder ganz neue vergessene und regionale Lebensmittel.
3. Mengenkontrolle, Müllreduktion, Umwelt
Im Supermarkt ist es oft schwierig, wirklich nur das zu kaufen, was ich selbst verbrauchen kann. Karotten, Zwiebeln, Kartoffeln, Äpfel, Tomaten und vieles mehr, gibt es meist nur in großen Packungen.Wie oft verschimmelt davon etwas Zuhause oder wird ungenießbar. Am Markt habe ich noch die Möglichkeit, genau so viel zu kaufen, wie ich in den nächsten Tagen auch wirklich verbrauchen kann. Lebensmittel wegzuschmeißen ist, sachte ausgedrückt, einfach doof.
Auch Plastikverpackungen gibt es am Markt nur sehr selten. Die Verkäufer packen hier gerne Kuchen und Käse in private Behältnisse oder der Salatkopf landet direkt im Korb. Die Supermärkte handeln hier mittlerweile schon, jedoch leider zu langsam. Und wenn die Kunden (also WIR) die Nachfrage von stark verpackten Lebensmitteln nicht senken, indem wir sie nicht mehr kaufen, wird das leider auch noch lange so bleiben.
Außerdem unterstützen wir somit die lokalen Anbieter, was den Vorteil hat, dass wir direkt die hiesige Wirtschaft verbessern können.
Das Geld bleibt in der Region. Die Transportwege vom Hersteller/Hof zum Markt sind auch überschaubar und die Waren somit Co2-neutraler, als wenn wir sie im Supermarkt einkaufen.
Die Preis-Frage
Manche Sachen sind teurer, manche günstiger. Hier sollte man mit Zeit etwas vergleichen und verschiedene Stände besuchen. Wir kaufen auch nicht alles am Markt und auch nicht jeden Tag dort ein. Viele Dinge kaufen wir immer noch im Supermarkt, mit einem bewussten Auge auf Inhalte und Herkunft.
Jedoch ist die Freude, die Qualität, der Geschmack und das gute Gewissen regional einzukaufen ein Grund für uns, öfter unseren Einkauf dort zu tätigen.
Wir müssen nicht immer alles zuhause zur Verfügung haben, lieber mal etwas weniger und bewusster, dafür qualitativ und geschmacklich besser. Denn auch hier gilt: Du bist, was du isst. Gebe dir selbst keinen Mist, sonst kommt nur Mist raus.
Schöne Wochenmärkte in München findet ihr zum Beispiel hier!
Unser Tipp:
Der Elisabethmarkt
Der Elisabethmarkt liegt in Schwabing am Elisabethplatz und wird gerne mal vergessen, wenn man an schöne Plätze und Märkte in München denkt. Dabei ist dieser Fleck, mitten in der Stadt, so wunderschön. Jedes Mal wenn wir dort drüber schlendern oder gemütlich vor einer der Buden etwas essen oder trinken, überkommt uns Urlaubsfeeling. =)
Was für uns das Schöne an diesem Markt ist:
-Er hat 6 Tage die Woche geöffnet
-Hier gibt es nicht nur Gemüse- und Obststände sondern auch einige kleine, feststehende Buden mit Cafes/Bistros (italienische Pasta, regionale Angebote, Drinks und Snacks, Kaffee und Gebäck) oder kleinen Läden (Blumen, Käse, Eis sowie einen Hundeshop und einen Coworkingspace für Mamis =)) und einen kleinen Biergarten mit Spielplatz
- Wenn wir hier leckere, selbstgemachte Pasta genießen, vergessen wir kurz, dass wir in einer Großstadt sitzen
- Kurze Auszeit? Hier kann man sich einfach auf eine der vielen Bänke setzen, das Marktgeschehen beobachten oder ein Buch lesen und kurz mal den Lärm der Stadt ausblenden
Falls ihr also mal in München seid oder schon in München lebt und diesen Markt noch nicht auf eurem Schirm habt, gebt ihm mal einen Chance. Ihr werdet sehen, hier kommt ihr gerne wieder her. Und vielleicht sieht man sich ja beim Franzbrötchen naschen oder Pasta essen. ;)