Alex´ Schwangerschaft

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Wie ich fit und entspannt geblieben bin und welche persönlichen Tipps ich euch geben kann!

Danke für dieses Geschenk

Ich muss sagen ich hatte eine wundervolle Schwangerschaft. Ich weiß das ist nicht selbstverständlich und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich konnte jeden Tag genießen und auskosten. Auch in meinen letzten Schwangerschaftswochen ging es mir noch super gut.

Viele Frauen erleben ihre Schwangerschaft als nicht so angenehm. Hier sind meist kleine oder größere negative Begleiterscheinungen schuld, wie Übelkeit, Gewichtszunahme, Verlust der Kontrolle über den eigenen Körper, Wassereinlagerungen, optische Veränderung usw. Daher bin ich umso dankbarer, dass ich so eine schöne Schwangerschaft erleben durfte.

Meine persönlichen Erfahrungen und Vorbereitung 

Ich glaube jedoch, dass man Einiges dafür tun kann, damit man vielleicht etwas fitter und glücklicher durch eine Schwangerschaft gehen kann. Aber auch hier sind das nur meine persönlichen Tipps und Erfahrung, zusammengewürfelt mit den Erfahrungen von anderen Müttern, die es ähnlich erlebt haben.

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Aktiv bleiben

Aktiv zu bleiben, war für mich das Wichtigste. Bis zum 4ten Monat hab ich nahezu alles wie vorher gemacht - viel laufen, bergsteigen, fahrradfahren, schwimmen, yoga. Auch wenn mir unwohl war, habe ich versucht, dass du machen was mir vorher auch gut getan hat, z.B. an die frische Luft gehen. Wichtig hierbei ist, dass ihr auf euren Körper hört, denn er sagt was ihm gut tut. Ich habe noch nie so auf meine innere Stimme gehört wie in meiner Schwangerschaft. Deshalb habe ich dann auch im 5ten Monat aufgehört zu laufen und bin nur noch spazieren gegangen. In den Folgemonaten habe ich mich etwas zurück genommen und bin die Dinge noch entspannter angegangen, aber trotzdem aktiv geblieben. Zum Beispiel habe ich kein intensives Yoga mehr sondern Schwangerschaftsyoga gemacht. War nicht mehr lange Kraulen, sondern habe entspanntes Brustschwimmen genossen etc.. Ihr wisst was ich meine. Ich habe so weiterhin meine 1-2 Stunden Aktivität fast jeden Tag genossen. Das hält natürlich auch fit und gibt Energie. Gegen unkontrollierte Gewichtszunahmen und Schlappheit hilft das auch ungemein.

Hier noch ein kurzer Vermerk: bitte keine extremen Sportarten neu anfangen, die ihr nicht schon vor der Schwangerschaft gemacht habt, hierzu ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Was der Körper schon kennt und gewohnt ist, ist völlig ok. 

Gesunde Ernährung

Man hört ja oft, dass gesunde Ernährung gerade in der Schwangerschaft super wichtig ist. Das sehe ich auch so bzw. ernähre ich mich zum Glück schon immer gerne gesund. Aber auch hier darf es Ausnahmen geben. Ich genieße gerne hin und wieder Süßes und gebe meinen Gelüsten auch nach, wenn ich Lust darauf habe. Gerade in der Schwangerschaft gibt es da ja einige.=) Aber ich achte besonders jetzt darauf, dass die Lust auf Süßes und “Fastfood” nicht Überhand nimmt und der Großteil der Ernährung aus frischen Lebensmitteln besteht. Denn jetzt bin ich nicht mehr nur für mich verantwortlich. Aus dem was ich mir selbst gebe, wächst und gedeiht mein Kind. 

Sozial bleiben

Mir hat es unheimlich gut getan, weiterhin Freunde zu treffen und raus zu gehen. Ich habe mich hier kaum einschränken lassen und war auch immer sehr stolz auf meinen (kleinen) Bauch. =)

Auch das Reisen haben wir nicht aufgegeben. Wir waren beispielsweise in Kapstadt zu Beginn der Schwangerschaft und zwischendrin habe ich kleine Ausflüge mit Freunden gemacht. Auch das hat sehr gut getan. Einfach nochmal zu zweit auf Tour zu gehen (natürlich immer in Abstimmung mit euren Arzt) oder Zeit mit einer guten Freundin verbringen. Nur den guten Wein in Südafrika musste ich stehen lassen. Aber um ehrlich zu sein ist mir der Verzicht auf Alkohol nicht schwer gefallen.

Mein Tipp: Sanbitter mit Orangensaft, sieht aus wie Aperol Spritz und schmeckt hammer.;-)

Entspannung

Ich habe mir selbst keinen Druck gemacht und auch von anderen keinen machen lassen. Schwangerschaft ist keine Krankheit, klar gibt es ein paar Sachen auf die man aufpassen muss, wie der Verzicht auf gewisse Lebensmittel und Sportarten. Aber sonst würde ich sagen: sei entspannt und tu was dir/euch gut tut. Lese vielleicht nicht 20 Bücher über Schwangerschaft und Erziehung, sondern nur 1-2 empfohlene. Wie deine Geburt wird, kannst du nicht voraussehen und es is bei wirklich jeder Frau anders. Hier habe ich einfach nicht zu viel drüber nachgedacht.

Vorplanen und wichtiges Erledigen

Sich rechtzeitig um wichtige Eckpunkte wie Impfungen, Elterngeld, Elternzeit, Kinderarzt, Krankenhaus zur Entbindung, Krankversicherung, Geburtsvorbereitungskurs und einer Hebamme zu kümmern, kann viel Druck zum Ende hin raus nehmen. Ich habe mich hier sehr früh informiert. Es ist gar nicht so einfach, sich einmal durch die staatlichen Geschichten zu kämpfen (wie kann ich alles passend für meine Situation lösen) und auch eine Hebamme zu finden ist gar nicht so einfach.  Hier auch ein Hinweis von mir: Gleich zu Beginn um eine Hebamme kümmern!  Ich bin hier auch kein Vollprofi, aber falls ihr hier mal Fragen habt, meldet euch gerne.

Weitere Tipps hier:

-Lasst euren Impfpass am besten vor der Baby Planung von deinem Arzt checken, oft muss man nochmal was auffrischen. 

-Um eine Hebamme und ein Krankenhaus würde ich mich spätestens in der 10ten Woche kümmern. Um eine Hebamme eigentlich schon früher, da sind alle sehr ausgebucht durch den Hebammenmangel.

-Elterngeld und Elternzeit mit dem Partner frühzeitig (ab der 12ten Woche) besprechen und sich Rat holen, um die beste Lösung für sich zu finden. Wie ihr Krankenversichert seit, kann Auswirkungen auf das Elterngeld haben, hier einfach mal bei der Krankenkasse anrufen.

-Anmeldung beim Kinderarzt und beim Geburtsvorbereitungskurs ab dem 5ten Monat.

Meine Zeit im Mutterschutz

Mein Mutterschutz war für mich wie ein Langzeiturlaub. Ich habe jeden heißen Tag am Eisbach und der Isar oder an einem See mit dem SUP verbracht. Ansonsten habe ich mich auch viel mit anderen Müttern connected, die wirklich wertvolle Erfahrungen mit mir geteilt haben.

Empfehlungen

Ich habe mich mit ausgewählten Podcasts, Büchern und Apps etwas vorbereitet. Hier kann ich “Die friedliche Geburt” (Podcast) und das “Artgerecht” (Buch) und die App “Schwangerschaft+ und “Schwangerschaft Lebensmittel” empfehlen. 

Anschaffungen

Überlegt euch was ihr wirklich braucht. Es wird einem oft vorgelebt, dass man 1000 Sachen für ein Baby kaufen muss, aber am Ende ist vieles überflüssig. Wird wirklich eine Wickelkommode benötigt oder tut es auch eine Auflage? Muss ich einen Kinderwagen neu kaufen oder tut es ein guter gebrauchter? Übrigens ich bin auch ein Fan von Second Hand, ich habe bisher noch keine Kleidung neu gekauft, sondern alles von Freunden geliehen oder abgekauft. Second hand ist auch freier von Schadstoffen, da es schon öfter gewaschen wurde. Ganz ehrlich, falls doch was fehlt, ist es später noch in einem Tag besorgt.;)

Tabuthemen

Jeder hat seine kleinen Probleme. Es tut immer gut darüber zu reden, ihr werdet schnell merken, ihr seid da nicht allein. Ich hatte zum Beispiel Probleme mit meinem Zahnfleisch. Ihr solltet 2 mal in der Schwangerschaft zum Zahnarzt gehen und checken lassen ob alles passt. Weiterhin waren meine Fingernägel eine Katastrophe. Sie waren sehr weich und lösten sich teilweise vom Nagelbett. Ich hatte auch komische Flecken auf meinen Oberschenkeln bekommen. Das wird sich alles wieder geben (hoffe ich). =)

Bespreche eventuelle Ängste und Sorgen zur Geburt direkt mit deiner Hebamme. Dass die Geburt kein Sahneschlecken ist, ist klar. Aber es ist ein Wunder, auf dass man sich freuen sollte. Auch das Thema Sex sollte offen besprochen werden. Manche haben gar keine Lust mehr und manche könnten 2 mal am Tag und ich sag euch, beides völlig normal.=)

Integration des Partners

Eines der wichtigsten Themen für mich ist die Integration des Partners. Die Schwangerschaft meisterst du nicht alleine. Ich rate euch Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Checkt z.B. eure Apps gemeinsam und sprecht viel darüber. Vor Allem wenn du das Gefühl hast die Hormone gehen gerade mit dir durch, ist es besonders wichtig zu sprechen und dem Partner aufzuzeigen, wieso die Laune gerade im Keller ist und es vielleicht nicht an ihm liegt. Neue Anschaffungen für das Baby lieber gemeinsam tätigen. Sucht gemeinsam eine Trage oder einen Kinderwagen aus, geht zusammen zum Geburtsvorbereitungskurs. Je länger ich schwanger war, umso mehr wir gemeinsam geschafft haben, desto mehr wurde auch mein Mann “on Fire”. Er sang unserer Kleinen z.B. immer Lieder vor, wollte voll mit einbezogen werden und konnte so viel mehr von der Schwangerschaft miterleben. =) 

Ich hoffe ich konnte Euch einen Einblick geben, wie ich meine Schwangerschaft relaxed und happy gemeistert habe. Ich freue mich riesig auf das was kommt. Und bin unendlich dankbar für die letzten Monate und die Unterstützung von Familie und Freunden. UND ganz wichtig, ich bin stolz auf mich und meinen Körper. 

Wir freuen uns wie immer über euer Feedback und meldet euch gerne bei Fragen, wir versuchen sie alle bestmöglichst zu beantworten.



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